SV Edderitz 1921 e.V.

 1. Männer - Pokalspiele 2011/12, 2010/11 und 2009/10

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Pokalspiele 2011 / 2012
03.09.2011 Für Edderitz ist beim Opel-Cup im Achtelfinale Feierabend

SV 1922 Pouch-Rösa – SV Edderitz 5:3 (2:0)

Tore: 1:0 Nico Böttcher (35.), 2:0 Steven Witteck (FE 44.), 2:1 Oliver Wittig (53.), 2:2 Lucas Ochmann (62.), 3:2 Steven Witteck (FE 71.), 3:3 Peter Bergk (FE 83.), 4:3 Mario Sommerer (85.), 5:3 Steven Witteck (90.)

Als letzt jähriger Kreispokalsieger, hier noch in den Reihen von Germania Köthen, hatte sich Lucas Ochmann für diese Saison viel vorgenommen. An ihm sollte die Niederlage gegen den SV Pouch-Rösa aber nicht liegen, mit seinem Ausgleichstreffer zum 2:2 in der 62. Minute keimte noch einmal die Hoffnung auf, ein schon verloren geglaubtes Spiel doch zu gewinnen. Die Begegnung musste Edderitz ohne einige Leistungsträger und mit nur 2 Auswechselspielern bestreiten. Nach Ende der 1. Halbzeit lag man durch Tore von Nico Böttcher (35.) und Steven Witteck (Foulelfmeter 44.) zurück. Oliver Wittig erzielte in der 53. Minute den Anschlusstreffer. Nach dem schon erwähnten Edderitzer Ausgleich war es wiederum Witteck mit einem verwandelten Foulefmeter zum 3:2 (71.). Peter Bergk schaffte noch einmal den Ausgleich, auch hier war es ein verwandelter Strafstoß. In den letzten Minuten hatte der SVE aber nicht mehr das notwendige Glück auf seiner Seite. Anders der Gastgeber – Mario Sommerer erzielte in der 85. Minute das 4:3 und Steven Witteck in der Schlussminute das 5:3.
Die Begegnung war ein echter Pokalfight. Trotz Niederlage zogen sich die ersatzgeschwächten Edderitzer achtbar aus der Affäre. Als Außenstehender muss man sich aber fragen, wie bei einem so wichtigen Match so viele Stammspieler fehlen konnten.

Aufstellung:
Brehna: Böckler – Leske, Kuhn, Prill (78. Sommerer), Schwarze, Witteck, Jornitz, Künzel (85. Rocktäschel), Quilitzsch, Grune, Böttcher
Edderitz: Kaulitzki (46. Baer) – Reichert (66. Lewandowski), Panhans, Reisbach, Börner, Scheller, Ochmann, Wittig, Köhler, Bergk, Mennicke
13.08.2011 OPEL-Cup 2. Hauptrunde, Edderitz gegen Brehna eine Runde weiter

TSV Blau-Weiß Brehna – SV Edderitz 3:5 (1:2)

Tore: 1:0 Philipp Tettich (10.), 1:1 David Schönburg (15.), 1:2 Peter Bergk (FE 28.), 1:3 Oliver Wittig (74.), 1:4 Jan Lehmann (77.), 1:5 Lucas Ochmann (80.), 2:5 Christian Kotschote (Eigentor 82.) 3:5 Willi Schulz (88.)

Edderitz hat sich im ersten Pflichtspiel beim Opel- Cup in Brehna schwer getan. Man konnte während des gesamten Spielverlaufes nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Die in den Testspielen vorhandene Übersicht, Laufbereitschaft und Spielfreude war wie weggeblasen. Immer wieder konnte der Gegner, durch Abspiel- und Annahmefehler der Edderitzer, gefährliche Konter setzen. Nach einem Warnschuss in der 8. Minute, gingen die Blau- Weißen in der 10. Minute durch Philipp Tettich mit 1:0 in Führung. Er konnte im Nachschuss den Edderitzer Torhüter Jens Kaulitzki überwinden. In den folgenden Minuten hätte Brehna durchaus auch das Tore Polster ausbauen können. David Schönburg zeigte dann, beim 1:1 Ausgleich (15.) nach einem Freistoß von Peter Bergk, wie dies geht. Nachdem Alexander Reisbach im gegnerischen Strafraum gefoult wurde, nutzte Peter Bergk den fälligen Strafstoß zum 1:2 (28.).
Letztendlich entscheidend waren dann doch der Klassenunterschied und die größere Erfahrung der Edderitzer, welche dann in der 74. Minute durch Oliver Wittig das 1:3 und in der 77. Minute durch Jan Lehmann das 1:4 erzielten. Ein sehr schöner Spielzug brachte kurz darauf das 1:5 (80.) durch Lucas Ochmann. Der eingewechselte Niels Köhler setzte sich auf der rechten Seite gegen 2 Gegenspieler durch und flankte auf Oliver Wittig, welcher dann auf den Torschützen ablegte. Wären in den letzten 8 Minuten nicht zwei unnötige Treffer gefallen, hätte man auf Edderitzer Seite mit dem Ergebnis und Spielverlauf noch zufrieden sein können. War es in der 82. Minute noch ein unglücklicher Befreiungsschlag durch Christian Kotschote, welcher über den Edderitzer Torhüter im eigenen Tor landete, so stellte sich die Gäste- Abwehr in der 88. Minute beim 3:5 durch Willi Schulz äußert laienhaft an. Auch hier hatte man als Zuschauer den Eindruck eines Eigentores.
Letztendlich ist Edderitz eine Runde weiter. In den nächsten Spielen muss man sich aber deutlich steigern, will man in der Kreisoberliga im oberen Drittel mitspielen.


Aufstellung:
Brehna: Teichmann – Czaplicki, Donath (46. Doberitzsch), Lichtenfeld (46. Lingstädt), Seibert, Gebhardt, Schäpe, Tettich, Weise, Weiß (55. Ganzer), Schulz
Edderitz: Kaulitzki – Reisbach (75. Kotschote), Krautwald, Wittig, Tänzer (46. Fischer), Lehmann (79. Köhler), Ochmann, Bergk, Scheller, Mennicke, Schönburg

Pokalspiele 2010 / 2011

20.11.2010   Viertelfinale OPEL-Cup, nach Verlängerung und 11-Meter-Schießen in Wulfen ausgeschieden
Noch gegen 11 Uhr - 3 Stunden vor Anpfiff - stand nicht fest, ob das Spiel wegen dem vielen Regen der vorangegangenen Tage stattfinden kann. Erst danach kam aus Wulfen das Signal, das Spiel stattfinden zu lassen. Der Platz in Wulfen war dann auch ziemlich tief aber doch relativ gut bespielbar. Leider mußte unsere Mannschaft urlaubs- und verletzungsbedingt auf Stephan Fischer, Ralf Kaulitzki, Florian Scheller, Patrick Werner, Jan Lehmann, Oliver Wittig und Maurice Krautwald verzichten. Die ca. 140 Zuschauer haben an diesem Samstag einen typischen Pokalkampf erlebt. In den ersten 45 Spielminuten wurde das Spiel von beiden Seiten relativ offen geführt, ohne daß allerdings zwingende Chancen herausgearbeitet werden konnten. Die Abwehrreihen dominierten die Angreifer. In der zweiten Spielhälfte dann allerdings wurden die Aktionen zwingender - die Angriffe wurden zielstrebiger vorgetragen. Es ergaben sich auf beiden Seiten dann auch Torchancen. Besonders der Wulfener Torhüter konnte sich mehrfach auszeichnen. Auf Seiten des SVE konnte man allerdings nicht bei jedem der auf dem Platz stehenden Spieler den unbedingten Siegeswillen wie in der vorangegangenen beiden Punktspielen in Edderitz gegen Thalheim II und in Zörbig erkennen, gerade von Spielern auf Schlüsselpositionen - das änderte sich auch nicht mit dem zahlenmäßigen Vorteil der SVE-Elf nach einer gelb-roten Karte eines Wulfeners. Durch Fehler, Unaufmerksamkeiten und Unkonzentriertheiten fallen oft Tore. So war es dann auch in der 73. Spielminute als wir nach einer Schlafeinlage in unserer Abwehr leider die 1:0 Führung der Wulfener hinnehmen mußten. 6 Minuten später konnte unsere Mannschaft jedoch durch das Tor von Marek Mennicke ausgleichen - vorbildlich wieder der Einsatz von Marek.
Auch Thomas Paetzold lieferte wieder eine  ansprechende Partie ab und Christian Kotschote hatte den torgefährlichen Eric Tilgner gut im Griff. Das sollte allerdings in diesem Spiel nicht ausreichen, um nach 90 oder 120 Spielminuten den Platz als Sieger verlassen zu können, obwohl es unsere Elf von den Spielanteilen her verdient gehabt hätte. So hatte dieser Pokalfight also auch nach der Verlängerung keinen Sieger. Hier von Seiten des SVE ein gut- gemeinter Hinweis an die Planer und Ansetzer dieses Pokalsamstags: die Anstoßzeit hätte unbedingt auf 13 Uhr festgelegt werden müssen. Die Verlän- gerung beim Endstand von 1:1 war ca. 16:25 Uhr beendet, so daß das 11-Meter-Schießen ab ca. 16:30 Uhr im Halbdunkeln beginnen mußte - absolut ungünstig für Torhüter, Schützen und Zuschauer. Da von unseren ersten 4 Schützen mit Tobias Krause nur der erste Kandidat treffen konnte und von den Wulfenern zwar der dritte und vierte Elfmeter von unserem Torhüter Jens Kaulitzki gehalten wurde, jedoch Eric Tilgner als 5. Schütze seinen Elfer versenkte, war das Spiel nach diesem Elf-Meter-Schießen nun fast im Dunkeln beendet. Wulfen steht im Halbfinale.


   
09.10.2010   Achtelfinale OPEL-Cup   5:0 Auswärtssieg in Petersroda
vorher
Vor dem Spiel. Der Platz in Petersroda war sehr gut bespielbar
Pokalspiele haben ja oftmals ihre eigenen Gesetze. Unser Team wurde vom SVE-Coach Rast auf das Achtelfinalpo- kalspiel in Petersroda sehr gut eingestellt. Wir wußten, daß Petersroda im Frühjahr mit Osternienburg unsere Bezwin- ger aus dem Pokal rausgekickt hatten und dann erst im Viertelfinale des letzten Pokalwettbewerbes gegen den späteren Poaklsieger Reppichau die Segel streichen mußten. So waren die ersten knapp 20 Spielminuten von gegenseiti- gem Abtasten gekennzeichnet - keine der beiden Mann- schaften wollte frühzeitig in Rückstand geraten. So konnte der SVE jedoch bereits in der 18. Spielminute durch ein Tor von David Schönburg in Führung gehen, der sich in halbrechter Position gegen seinen direkten Gegenspieler sehr schön durchsetzen konnte, in den 16er hineinmar-  schierte und das 0:1 für den SVE markieren konnte. Spätestens ab der 38. Spielminute hat dann Marek Mennicke gezeigt, wie wertvoll er für seine Elf ist, indem er total uneigennützig sehr wesentlich an der Vorbereitung von dann insgesamt vier weiteren Toren entscheidend beteiligt 
danach1
Nach dem Spiel: eine Runde weiter, wir sind auch im Viertelfinale weiter dabei
war. In der 38. Spielminute wurde er auf Linksaußen- position freigespielt und paßte dann scharf nach innen, wo sich David Schönburg für diese Eingabe mit seinem zweiten Tor, welches er in die kurze Ecke markierte, bedanken konnte. Weiter ging es mit dem 0:3 in der 43. Spielminute: eine sehr schön anzuschauende Kombination - Flanke Patrick Werner auf Marek Mennicke, der legt wiederum quer, diesmal auf Tobias Krause, der sein Tor markierte, indem er den Ball flach über die Linie drückte.
7 Minuten später: wieder überragende Vorarbeit von Marek Mennicke, diesmal auf Linksaußenposition, auf Jan Lehmann in Mittelstürmerposition quer gelegt, Tor durch Jan, 0:4 gegen Petersroda. 61. Spielminute: wieder Marek mit einem Assist, dieser spielt auf Jan Lehmann, Jan sieht David Schönburg in Position laufen, David erzielt aus halblinker Position sein drittes Tor in dieser Partie, 0:5.
Marek Mennicke war es dann jedoch in der 80. Spielmi- nute nicht vergönnt, auf sein eigenes Konto außer den 
kreis
Teamgeist ist soooooooo wichtig
Assists auch noch ein Tor zu verbuchen: er hat einen Freistoß - 22 m vorm Tor - aus halblinker Position leider nur an das Lattenkreuz setzen können - sicher wäre das die Krönung seiner Leistung an diesem Tag gewesen. Aber 4 Assists sind ne Menge und bestimmt wird es mit dem einen oder anderen Tor in den nun wieder anstehenden Punkt- spielen auch wieder klappen. Für die Mannschaft ist es aber natürlich total egal, wer die Tore erzielt, wenn Marek die Tore weiter so perfekt vorbereitet. Die sehr schönen Spiel- züge, die zu den Toren unseres SVE führten, haben doch wieder gezeigt, daß das Spielverständnis in unserem Team sehr ausgeprägt ist. Glückwunsch dem Team von Heimo Rast für den Einzug in das Viertelfinale des OPEL- CUP. Dem ESV Petersroda wünschen wir für die laufende Saiso viele sportliche Erfolge und bedanken uns für das faire Spiel.                                                                                                                                                                                                                        

Pokalspiele 2009/2010

27.03.2010 Ausschreitungen und Angriffe auf unsere Spieler kurz vor Ende des nachgeholten Pokalspiels in Osternienburg
Unsere Mannschaft mußte dieses mal ohne ihren Trainer Olaf Hagen auskomnmen. Mannschaftsaufstellung und die taktische Ausrichtung waren vorher abgesprochen, so daß das Spiel beginnen konnte. Natürlich wußten wir um die Stärken der in der Winterpause durch drei Neuzugänge etwas erstarkten Osternienburger, auch wenn diese 2 Wochen vorher gegen Friedersdorf mit 6:1 unter die Räder kamen und wir vor einer Woche den Friedersdorfern als Kreisoberligaspitzenreiter die erste Punktspielnieder- lage beibringen konnten. Anfangs lief alles so wie wir es uns vorgestellt hatten. Wie waren bis ca. zur 30. Spielminute die klar dominierende Mannschaft, haben die Osternienburger mit unserer offensiven und technisch ganz starken Spielweise über weite Strecken schlecht aussehen lassen. Hoch verdient gingen wir dann in der 24. Spielminute durch ein Tor von Marek Mennicke mit 1:0 in Führung. Leider konnten wir unsere große Überlegenheit und mehrere erfolgversprechende Torchancen nicht zum 2:0, 3:0, 4:0 oder gar 5:0 nutzen. Wie das so oft im Fußball ist: anstatt zur Halbzeitpause klar mit 5:0 in Führung gegangen zu sein, mußten wir durch eine Unaufmerk- samkeit bei einer Ecke der Osternienburger durch Friedrich leider noch vor der Halbzeitpause das 1:1 hinnehmen. Auch in der zweiten Spielhälfte hätten wir das Spiel noch zu unseren Gunsten entscheiden können, ja müssen. In der 86. Spielminute mußten wir nun zu allem Überfluß einen Foul-Elfmeter gegen uns hinnehmen, den Friedrich knapp verwandeln konnte. Wir lagen kurz vor Spielende mit 1:2 zurück. Die letzten Spielminuten vor Beendigung des Pokalspieles waren von Hektik und von einigen Fouls gekennzeichnet. Diese Hektik gipfelte dann darin, daß nach einem Foul unser Stefan Fischer in der Nähe der Seitenauslinie am Boden liegend, von einem Osternienburger Spieler ins Gesicht geschlagen wurde, ja nach Stefan wurde sogar - noch am Boden liegend - getreten. Danach eskalierte die Situation, und sie war vom Schiri und den Assistenten nicht mehr in den Griff zu bekommen. Tumultartige Szenen spielten sich ab.
Ein Zuschauer, einen Meter vom Spielfeldrand entfernt, entleerte sein BierGLAS über unseren am Boden liegenden Spieler Stefan Fischer (für solche Zuschauer sollte unbedingt Sportplatzverbot ausgesprochen werden), der vorher von einem Osternienburger Spieler einen Schlag ins Gesicht bekommen hatte. In dieser Situation weit und breit keine Osternienburger Ordner in Sicht. Ist nicht außerdem so, daß während des Wettkampfes kein Alkohol in Flaschen oder Gläsern verkauft werden darf ?
Ein weiterer Spieler unserer Mannschaft, der unserem am Boden liegenden Spieler Stefan Fischer zu Hilfe eilen wollte wurde gar von einem weiteren Osternienburger Spieler tätlich angegriffen und gewürgt. Ist das Osternienburger Härte ? Das war brutale Unfairness - die Osternienburger Spieler von den eigenen Zuschauern angestachelt. So weit darf es auf dem Fußballplatz nicht kommen. Zuschauer müssen hier zur Disziplin angehalten werden und haben sich gefälligst gegen die Spieler der Gastmannschaft zurück zu halten. Das muß der Gastgeberverein absichern.Osternienburg ist hier seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen.
Wir verurteilen hiermit aufs allerschärfste, was sich an diesem Samstag in Osternienburg auf dem Fußballplatz abgespielt hat.
Das Spiel wurde danach nicht noch einmal angepfiffen. Für uns war dies ein eindeutiger Spielabbruch, auch hat dies beim Verlassen des Platzes einer der beiden Schiri-Asistenten uns gegenüber zum Ausdruck gebracht, zumal kurz vor der ausufernden Situation der Schiri 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt hat.
Nach dem Spiel haben wir gegenüber dem Schiedsrichter kundgetan, daß wir gegen die auf dem Spielfomular vermerkte Wertung des Spieles Protest einlegen.
Unsere Gründe hierfür sind u. a. die Ausschreitungen, der nicht sichtbare Ordnungsdienst, so daß die Osternienburger Zuschauer die Situation mit zum Eskalieren brachten, und weiterhin das unserer Meinung nach nicht ordnungsgemäß beendete Spiel. 

SVE:
Herforth - Kotschote - Pochert - Paetzold - Tänzer - Werner - Krause - Schönburg - Fischer - Mennicke - Rast (60., Krautwald)
Tore: 0:1 (24., Marek Mennicke), 1:1 (32., Friedrich), 2:1 (86., Friedrich)
Zuschauer: 86              Schiedsrichter: Sebastian Rudolf (Bitterfeld)            




14.11.09 EDDERITZ/MZ.
Nach einem lockeren Auslaufen zitierte Thomas Müller seine Spieler auf dem Platz noch einmal zu sich. Im Kreise seiner Mannschaft gab der Amsdorfer Trainer kurz nach dem Abpfiff eine erste Auswertung der Partie. Die dauerte nicht lange und endete damit, dass die Verbandsligaspieler noch ein paar Strafrunden um den Edderitzer Platz drehen mussten.
"Meine Vorgaben hat die Mannschaft heute überhaupt nicht erfüllt." Ein unzufriedener Verbandsliga-Trainer - dass war zugleich ein indirektes Lob an den Gastgeber. Romonta Amsdorf hat das Landespokal-Achtelfinalspiel gegen den SV Edderitz mit 4:2 gewonnen und steht damit in der nächsten Runde. Aber die Art und Weise, wie schwer sich der Favorit beim Kreisoberligisten tat, schmeckte Trainer Müller überhaupt nicht. "Wir haben die Pflicht erfüllt", so der Amsdorfer, "aber von der Kür waren wir meilenweit weg." Den Edderitzern zollte er dennoch Respekt und wollte den lange Zeit offenen Spielausgang nicht nur auf die eigene Leistung schieben. "Edderitz hat wacker gekämpft und sich hier mehr als ordentlich verkauft." Das sah der Gastgeber genauso. "Ich denke, wir haben den Kreis würdig vertreten und uns auch heute gut präsentiert", meinte Olaf Hagen, Trainer der Edderitzer. Seiner Mannschaft konnte er nach Ablauf der 90 Minuten keinen Vorwurf machen, denn sie hatte zuvor das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht und im ersten Spielabschnitt sogar erfrischend offensiv agiert.
Es blieb ihnen jedoch nichts anderes übrig, denn Amsdorf ging bereits nach einer Minute in Führung. Einen Freistoß von der linken Seite faustete Torwart Frank Herforth vor die Füße des Amsdorfers Ronny Mewes, der den Ball mit Überblick und einem lockeren Füßchen über Freund und Feind ins verwaiste Tor schoss. Vielleicht hielten die Gäste das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits für einen Selbstläufer, denn in der Folge wirkten sie unkonzentriert. Mit zwei guten Spielzügen spielte sich Edderitz vor das Amsdorfer Tor, scheiterte jedoch am Torwart (8.) oder am Bein eines Abwehrspielers (12.). Der Kreisoberligist stand zu diesem Zeitpunkt erstaunlich offensiv und ging damit ein hohes Risiko ein, das der Verbandsligist zunächst nicht nutzen konnte.
Nach 26 Minuten spielte Tobias Krause mit einem guten Diagonalpass den freistehenden David Schönburg in den Lauf. Dessen Flanke wurde von einem Amsdorfer Spieler geblockt, jedoch mit den Armen: Elfmeter. Nachdem Kapitän Jan Lehmann die letzten beiden Strafstöße verschossen hatte, nahm sich Marek Mennicke diesmal den Ball und schob das Spielgerät locker zum Ausgleich ins Netz. Auch die nächsten zwei Chancen gehörten den Edderitzern. Einen Freistoß aus zentraler Position entschärfte der Gäste-Keeper zur Ecke (36.). Einen langen Abschlag von Herforth konnte ein Amsdorfer gerade noch vor Stürmer Oliver Wittig abfangen (40.).
Doch die erste Halbzeit kostete Kraft. Zudem hatten es im zweiten Abschnitt die eingewechselten Spieler schwer, dass Niveau aufrechtzuerhalten. Folglich bestimmte Amsdorf zunehmend das Geschehen und trat jetzt auch wie ein Verbandsligist auf - ballsicher, dynamisch und mit Zug zum Tor. Der 2:1-Führungstreffer fiel jedoch nach einem Freistoß. Sirko Czarnetzki ließ Torwart Herforth keine Chance und platzierte den Ball an den Edderitzer Innenpfosten, von wo er ins Tor prallte (57.). Auch beim kurz darauf erzielten 3:1 klatschte Czarnetzkis Schuss vom Aluminium ins Tor (62.).
Das Aus für den Gastgeber? Noch nicht! David Schönburg trat in der 79. Spielminute einen Freistoß von der linken Außenbahn in den Strafraum. Amsdorfs Schlussmann Robert Höllriegl sprang an der Flugkurve des Balles vorbei, die schließlich im Tor endete. Der Traum vom Fußballmärchen ging weiter und wurde erst in der 84. Minute zum Platzen gebracht. Amsdorfs Marcell Siedler wurde im Strafraum freigespielt und überwand Herforth. 2:4, das Spiel war damit entschieden. "So lange die Kraft da war, konnten wir mithalten", sagte Olaf Hagen. Erhobenen Hauptes könne man das Kapitel Landespokal abschließen und sich jetzt auf die Liga und das ausstehende Kreispokalspiel gegen Hertha Osternienburg konzentrieren.
Edderitz: Herforth, Becker, Kotschote, Podstawka, Krause (64. Börner), Mennicke, Tänzer, Werner (83. Kaulitzki), Schönburg, Lehmann (78. Fischer), Wittig
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

10.10.09  Edderitz besiegt auch herrengosserstedt und zieht ins achtelfinale ein
EDDERITZ/MZ.
Grünes T-Shirt, beige Hose und dunkle Schuhe - seit Saisonbeginn trägt Olaf Hagen zu jedem Spiel dieselben Sachen. "Bis zur ersten Niederlage", so der Edderitzer Trainer, "das habe ich der Mannschaft versprochen." Am Samstag zog er sich irgendwann im Laufe des Landespokalspiels gegen die SG Herrengosserstedt eine dunkelblaue Jacke an. Was jedoch am Regen lag und nicht am Spielausgang. Denn der SV Edderitz schaltete nach Rot-Weiß Thalheim den zweiten Landesligisten aus und siegte in der Nachspielzeit mit 3:2.
"Jetzt will die Mannschaft einen Hochkaräter wie den 1. FC Magdeburg oder den Halleschen FC als Gegner", sagte Trainer Hagen. Gegen diese Klubs könne man mit erhobenm Haupt und vor einer tollen Kulisse aus dem Pokal fliegen. "Sportlich", so der Edderitzer Maik Kalis, "bringt uns die Belastung im Landespokal nicht viel weiter, denn irgendwann ist sowieso Endstation." Zudem vermochten es weder Thalheim noch Herrengosserstedt, viele Zuschauer nach Edderitz zu locken. Also halten sich auch die Zuschauereinnahmen in Grenzen. Aber Fußball ist nun einmal mehr als nur die Frage nach den Zuschauereinnahmen oder das Ausrechnen der Wahrscheinlichkeit, in der nächsten Runde weiter zu kommen. Im Fußball geht es zum Beispiel um den Stolz, den man nach Außenseitersiegen fühlt und der diese Spiele zu etwas Besonderem werden lässt. Auch wenn der Gegner "nur" Herrengosserstedt heißt. Der Jubel der Edderitzer Spieler nach dem Abpfiff sprach eine deutliche Sprache.
In den Reihen der Gäste war die Stimmungslage nach der Niederlage naturgemäß gedrückt. "Als höherklassige Mannschaft müssen wir hier anders auftreten", meinte Gäste-Präsident Andreas Ehrhardt. Seine Mannschaft sei zu passiv aufgetreten und habe die Rolle des Favoriten nicht erfüllt. "Wir haben verdient verloren", so Ehrhardt.
Im Spiel sah man nur selten, wer von beiden Teams der Kreisoberligist war und wer in der Landesliga spielt. Herrengosserstedt hatte im ersten Abschnitt lediglich eine kurze Druckphase, die Edderitz nicht nur unbeschadet überstand - sondern auch mit zwei Toren im Keim erstickte. Vorausgegangen war ein verschossener Elfmeter von Jan Lehmann (13.). Doch anstatt die Köpfe hängen zu lassen, legten Lehmann und seine Mitspieler nach. Der Pechvogel vom Punkt bediente erst Oliver Wittig, der zur Führung traf (15.). Zwei Minuten später war Lehmann zur Stelle und nutzte im Strafraum einen Querpass von Marek Mennecke zum 2:0 (17.). Herrengosserstedt verkürzte nach einer halben Stunde auf 2:1, wobei die Edderitzer Defensive nicht gut aussah.
Im zweiten Durchgang spielte Edderitz derart offensiv weiter, als ob das Team von Olaf Hagen zurückliegen würde. Doch Lehmann (53.), Wittig (59.) und Mennecke (75.) verpassten die Entscheidung. Nach einer Ecke wurde dem Kreisoberligisten diese offensive Spielweise zum Verhängnis. Viel zu weit aufgerückt, konnten die meisten Edderitzer Spieler einem Konter der Gäste nur noch hinterher schauen, der zum 2:2-Ausgleich führte. Nach einer letzten ungenutzten Chance durch Patrick Werner (84.) ging es wie schon gegen Thalheim in die Verlängerung.
Schließlich sorgte der bis dahin hervorragend haltende Gästekeeper mit einem Fehler für die Entscheidung zugunsten der Edderitzer. Er ließ einen Eckball durch die Handschuhe rutschen und Stephan Fischer nickte hinter ihm zum 3:2-Endstand ein. Der war noch einmal in Gefahr, als ein Freistoß von Herrengosserstedt an den Edderitzer Pfosten klatschte. SV-Keeper Frank Herforth war bei dem abgefälschten Schuss bereits geschlagen. "So wie wir trotz des Ausgleichstreffers zurückgekommen sind und wie viel wir in das Spiel investiert haben - da haben wir es auch verdient, weiterzukommen", erklärte Trainer Hagen nach dem Spiel. Edderitz habe das Spiel dank einer überragenden Mannschaftsleistung gewonnen.
Edderitz: Herforth, Becker, Kotschote, Podstawka, Rast, Fischer, Pochert (71. Krause, 102. Lewandowsky), Werner, Mennicke, Wittig, Lehmann
05.09.09  Edderitz besiegt Thalheim in der 1. Rundes des Landespokal
Der SV Edderitz 1921 hat erneut den Landesligisten SG Rot-Weiß Thalheim aus dem Pokal geschossen. Diesmal jedoch aus dem Landespokal. Der SVE setzte sich nach Elfmeterschießen mit 5:3 durch und erreichte so die nächste Runde.